Darauf habe ich 30 Jahre gewartet!

„Darauf habe ich 30 Jahre gewartet!“:
Geleitwort von Dr. Anton Strittmatter

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Es gibt Erfindungen und Erfindungen. Klar nützliche (wie der Sparschäler), bedingt  nützliche (wie die meisten) und ziemlich unnütze (wie der Anti-Zombies-Flammenwerfer von Elon Musk). Vor mir liegt eine Holzkiste mit der Aufschrift „CLASSROOMCUBES“. Drin ein Satz farbiger Holzklötze, ein paar farbige Klammern, zwei Würfel und ein Booklet. Mein Urteil nach über vierzig Jahren Unterrichtstätigkeit: Unbedingt nützlich! Darauf hatte ich die ganze Zeit gewartet! 

  Es begann 1971 mit „bedingt nützlich“. Damals erfand der sehr schulbezogen arbeitende Sozialpsychologe Elliot Aronson in Austin/Texas die „Jigsaw-Method“, zu Deutsch „Gruppenpuzzle“. Die Idee war und ist bestechend: Durch die Lehrperson sorgfältig vorbereitetes selbständiges und kooperatives Lernen in sehr heterogenen Klassen. Und zwar so, dass ausnahmslos alle (!) Schülerinnen und Schüler in hohem Masse Sachkompetenz in jeweiligen Themen bzw. zum jeweiligen Lernziel erwerben, leichzeitig ihr Können als Lernende und Lehrende festigen und nebenher Kompetenzen des Wissenserwerbs und der Zusammenarbeit/Kommunikation entwickeln. Das entspricht  übrigens ganz den Anliegen unseres Lehrplan 21. 


Der Haken: Die Gruppenbildung und dann die Anlage mit zwei oder drei Runden in wechselnder Zusammensetzung war einigermassen kompliziert, verlangte in der Vorbereitung viel Planung und für die Durchführung aufwändige Visualisierungen in Form von Verlaufsgrafiken und farbigen Zettelchen für die Klasse. Und jeweils passende Kontroll- und Auswertungsunterlagen. Trotz überzeugender Idee hinderte mich das zu oft am Einsatz der Methode. Mit schlechtem Gewissen, weil die Wirksamkeit (Effektivität) zwar garantiert schien, aber die Ökonomie (Effizienz) beim herrschenden Stoff- und Zeitdruck dem Unterfangen entgegenstand. 

Das war mein Stand, als mir Brendan Schuhmacher und Cindy Schenk vor einiger Zeit  eine Vorfassung von CLASSROOMCUBES zeigten. Ich dachte, mich alten Didaktiker könne nichts mehr aus den Socken hauen; schliesslich hatte ich schon für mein Doktoratsexamen in Pädagogik den Schwerpunkt Geschichte der Lehr- und Lernmittel gewählt und in den folgenden Jahrzehnten ein Dutzend innovativer Hilfslehrmittel von den Cuisenaire-Stäbchen über die LÜK-Kontrolltools bis zu den diversen Gruppenbildungskarten-Sets und den computerunterstützen Programmen absolviert. Die CLASSROOMCUBES aber haben mich sofort elektrisiert. Denn alle über Jahrzehnte gewachsenen Bedenken im Zusammenhang mit Gruppenarbeiten werden hier gegenstandslos. Ich habe sehr kritisch gedanklich alle (?) möglichen Einsatzvarianten und Fälle durchgegangen und komme zum Urteil, dass CLASSROOMCUBES zu einem vorbehaltlos nützlichen Instrument geraten ist. Ich wünsche allen Lehrerinnen und Lehrern aller Stufen eine erfolgreiche und tief befriedigende Arbeit damit. Die Lernenden selbst werden das ohnehin so erleben. 

  Anton Strittmatter.

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